Samstag:
Dr. Stephanie Schmitt
Futter: Was steckt wirklich hinter den Inhaltsangaben?
Was verraten uns die Inhaltsangaben auf Hundefutterverpackungen tatsächlich – und was nicht? In diesem Vortrag nimmt Dr. Stephanie Schmitt die Deklarationen verschiedener Futtermittel genauer unter die Lupe und erklärt, wie sie richtig gelesen und bewertet werden können.
Teilnehmer erhalten einen verständlichen Einblick in Zusammensetzung, Deklarationsformen und typische Marketingversprechen der Futtermittelindustrie. Ziel ist es, Hundehalter in die Lage zu versetzen, Futtermittel bewusster zu beurteilen und fundierte Entscheidungen für die Ernährung ihres Hundes zu treffen.
Sebastian Schäfer
Control the Drive – Veranlagung verstehen und sinnvoll lenken
Jeder Gebrauchshund bringt genetisch bedingte Veranlagungen mit – unabhängig davon, ob es sich um Hütehunde, Jagdhunde oder andere Arbeitsrassen handelt. Diese Anlagen lassen sich nicht einfach „abstellen“. Die entscheidende Frage ist daher: Wie gehen wir als Hundehalter damit um?
Nicht jeder Jagdhund wird jagdlich geführt und nicht jeder Border Collie arbeitet an Schafen. Dennoch bleiben die ursprünglichen Anlagen Teil des Hundes.
Sebastian Schäfer wirft in diesem Vortrag einen Blick unter das Fell und erklärt, wie wir die natürlichen Veranlagungen unserer Hunde erkennen, verstehen und in sinnvolle Bahnen lenken können. Ziel ist es, eine stabile Trainingsbasis zu schaffen – auch dann, wenn der Hund nicht in seinem ursprünglichen Arbeitsfeld eingesetzt wird.
Der Vortrag zeigt praxisnahe Ansätze, wie Mensch und Hund gemeinsam arbeiten können, ohne dass dafür zwingend Schafe, Wild oder andere klassische Einsatzbereiche vorhanden sein müssen.
Christina Moosbauer
Longieren – Praxisworkshop
Das Longieren mit Hund ist weit mehr als das Laufen am Kreis. In diesem Praxisworkshop zeigt Christian Moosbauer, wie über Distanzarbeit Kommunikation, Aufmerksamkeit und Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund verbessert werden können.
Die Teilnehmer lernen grundlegende Übungen kennen, erhalten Einblicke in den Trainingsaufbau und sehen, wie sich Elemente des Longierens auch sinnvoll in den Alltag oder in andere Trainingsbereiche übertragen lassen.
Tony Kliebisch
Neurologische Grundlagen und Gehirnentwicklung beim Hund
Wie entwickelt sich das Gehirn des Hundes – und welche Auswirkungen hat das auf Training, Motivation und Verhalten? Tony Kliebisch erklärt verständlich die neurologischen Grundlagen der Verhaltensentwicklung beim Hund.
Im Mittelpunkt stehen die Zusammenhänge zwischen Motivation, Emotion und Erregung. Der Vortrag zeigt, wie dieses Wissen helfen kann, Trainingsstrukturen sicherer aufzubauen und Hunde nachhaltig zu fördern.
Florian Schneider
Spürhundearbeit – Theorie: Aufbau der Suche an Suchkonsolen
Die Arbeit mit Spürhunden erfordert eine strukturierte Ausbildung und ein präzises Trainingskonzept. In diesem Vortrag stellt Florian Schneider den grundlegenden Aufbau der Suche an sogenannten Suchkonsolen vor.
Im Mittelpunkt stehen die ersten Schritte der Ausbildung eines Spürhundes, insbesondere das passive Anzeigeverhalten. Dabei geht es um die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Trainingsstart, die Planung einzelner Trainingsschritte sowie eine erfolgsorientierte Annäherung an die Suche.
Darüber hinaus werden typische Herausforderungen im Trainingsaufbau besprochen. Themen wie Verstärkerpläne, Trainingsstruktur und Problemlösungen geben den Teilnehmern wertvolle Einblicke in eine systematische und nachhaltige Ausbildung von Spürhunden.
Joelle Fischer & Linda Holoubek
Leben als Musherin – Einblick in den Gespannsport
Wie sieht der Alltag mit mehreren Zughunden aus? In diesem Vortrag geben Joelle Fischer und Linda Holoubek einen Einblick in das Leben als Musherin und in die Haltung und Ausbildung von Zughunden.
Neben sportlichen Aspekten werden auch Themen wie Mehrhundehaltung, Trainingsaufbau und Teamarbeit innerhalb eines Gespanns beleuchtet.
Dirk Heidt
Kommunikation in der Hundeausbildung – Herausforderungen und Chancen
Die Grundlage jeder erfolgreichen Arbeit mit Hunden ist Kommunikation. Ohne eine klare Verständigung zwischen Mensch und Hund ist weder Lernen noch eine zuverlässige Konditionierung möglich. Gleichzeitig spielt Kommunikation auch in der Anleitung von Menschen eine entscheidende Rolle – etwa wenn Trainingsmethoden vermittelt oder neue Fähigkeiten im Umgang mit dem Hund erlernt werden sollen.
Bereits im zwischenmenschlichen Umgang braucht es funktionierende Kommunikationssysteme, um Missverständnisse zu vermeiden. Faktoren wie Verständlichkeit, gemeinsame Werte, Respekt, Vertrauen und Empathie bilden dabei die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Obwohl wir heute über umfangreiche Erkenntnisse zu Lerntheorien und Lernverhalten von Mensch und Tier verfügen, zeigt sich im Hundetraining häufig eine Kommunikation, die eher auf Fehlerketten als auf klaren Strukturen basiert. Woran liegt das?
In diesem Vortrag geht Dirk Heidt unter anderem folgenden Fragen nach:
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Wie lernen Menschen und Hunde tatsächlich?
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Welche typischen Fehlerquellen führen zu gestörter Kommunikation im Training?
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Welche Kommunikationssysteme fördern erfolgreiches Lernen?
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Welche Rolle spielen Faktoren wie Tradition, persönliche Überzeugungen oder Ego im Trainingsalltag?
Anhand von Beispielen aus der Praxis werden Zusammenhänge verdeutlicht und Lösungsansätze aufgezeigt. Ziel ist es, Trainingsprozesse durch klare Kommunikation und strukturierte Trainingspläne harmonischer, effizienter und nachhaltiger zu gestalten.
Michael Eichhorn
Mehrhundehaltung – Chancen, Herausforderungen und Dynamiken in Hundegruppen
Mehrhundehaltung liegt im Trend: Während früher häufig ein oder zwei Hunde das Sofa teilten, leben heute in vielen Haushalten drei, vier oder sogar noch mehr Hunde zusammen. Doch was bedeutet es eigentlich, mehrere Hunde gemeinsam zu halten?
In diesem Vortrag beleuchtet Michael Eichhorn die Grundlagen des Sozialverhaltens von Hunden und wirft dabei auch einen Blick auf deren evolutionäre Wurzeln. Was ist ein Hund aus verhaltensbiologischer Sicht überhaupt – und woher stammt sein Sozialverhalten?
Ein zentraler Teil des Vortrags beschäftigt sich mit der Sozialstruktur von Wölfen und der Frage, welche Parallelen und Unterschiede sich zum Zusammenleben von Hunden ergeben. Dabei wird auch thematisiert, welche Rolle Rasse, genetische Veranlagung und individuelle Charaktere innerhalb einer Hundegruppe spielen.
Darüber hinaus geht es um praktische Aspekte des Zusammenlebens mehrerer Hunde:
Wie lassen sich Konflikte erkennen und bewerten? Welche Formen von Aggressionsverhalten innerhalb einer Gruppekönnen auftreten? Und wie wirkt sich die eigene Hundegruppe im Kontakt mit fremden Hunden nach außen aus?
Auch die menschliche Perspektive wird betrachtet: Emotionale Bewertungen und Erwartungen von Haltern können Entscheidungen beeinflussen und manchmal Lösungen erschweren. Der Vortrag zeigt auf, wie Management, Beobachtung und strukturiertes Handeln dabei helfen können, das Zusammenleben von mehreren Hunden langfristig stabil zu gestalten.
Mariana Deppen
Biomechanik und Belastung im Zughundesport (Mensch)
Zughundesport stellt nicht nur hohe Anforderungen an den Hund, sondern auch an den Menschen. Marianna Deppen erklärt die biomechanischen Grundlagen der Bewegung und zeigt, welche Belastungen im Zughundesport auf den menschlichen Körper wirken.
Der Vortrag gibt praktische Hinweise, wie Technik, Körperhaltung und Training angepasst werden können, um langfristig gesund und leistungsfähig zu bleiben.
Jennifer Kleene
Hundefitness mit Verstand
Gezielte Fitnessübungen können Hunde körperlich stärken und Verletzungen vorbeugen. Jennifer Kleene erklärt, worauf beim Aufbau eines sinnvollen Fitnesstrainings geachtet werden sollte.
Im Fokus stehen körperliche Voraussetzungen, Trainingsplanung und typische Fehler im Fitnessaufbau.
Tony Kliebisch
Beutearbeit und Motivationsarbeit – Praxis
In diesem Praxisworkshop zeigt Tony Kliebisch, wie Beutearbeit gezielt eingesetzt werden kann, um Motivation und Arbeitsfreude beim Hund aufzubauen.
Teilnehmer erleben, wie Spiel, Belohnung und Training miteinander kombiniert werden können, um Hunde motiviert und konzentriert arbeiten zu lassen.